Tag der Auslandsdeutschen am 6. Oktober

Die alljährliche Steubenparade auf der 5th Avenue in New York - die welteit größte Parade für die deutsche Kultur (Copyright: IMH-Internationale Medienhilfe)

Viele der über 60 Millionen Deutschstämmigen im Ausland haben Großartiges geleistet. Doch diese Leistungen werden kaum gewürdigt. Nur in den USA feiert man die Deutschamerikaner seit 1983 alljährlich am 6. Oktober mit einem eigenen offiziellen Gedenktag. Dieser Ehrentag wird nun auf alle Länder rund um den Globus ausgeweitet. Die im Netzwerk der Internationalen Medienhilfe (IMH) zusammengeschlossenen deutschsprachigen Auslandsmedien haben den 6. Oktober jetzt zum internationalen „Tag der Auslandsdeutschen“ erklärt. Gefördert wird die Einführung des Tages von der Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache (TMS).

Ohne Deutsche gäbe es in den USA keine Hamburger, kein Ketchup, keine Micky Maus, keine Jeans, kein Paypal und keine Hollywoodfilme! In Paris stünde kein Eiffelturm. Die Briten hätten keinen König Charles und keine Weihnachtsbäume. In Paraguay würde ohne Deutsche die Milchversorgung zusammenbrechen. Der argentinische Tango müsste ohne seine typische musikalische Untermalung durch das Bandoneon auskommen. Ohne Deutsche würde Australien heute nicht zu den weltweit führenden Wein-Exporteuren gehören. Wichtige Teile der Aborigines-Kultur wären in Vergessenheit geraten. Das größte Platin-Vorkommen der Welt in Südafrika und einzigartige Felszeichnungen in der libyschen Sahara würden vielleicht bis heute auf ihre Entdeckung warten. In Pakistan wären Tausende Menschen ohne eine Deutsche aus Leipzig an Lepra gestorben.

„Für den kommenden 6. Oktober planen die deutschsprachigen Zeitungen, Zeitschriften, Internetportale, Radio- und Fernsehsendungen im Ausland zahlreiche Sonderberichte und Sonderseiten“, berichtet Björn Akstinat, Gründer und Leiter der IMH. Deren deutsche und deutschstämmige Leser, Zuschauer und Zuhörer werden auf Wunsch bei Veranstaltungen unterstützt. Eine Serie mit Kurzvideos von Deutschen aus aller Welt zum neuen regelmäßigen Gedenktag ist auf den Plattformen im Internet bereits angelaufen. Die Videos stammen beispielsweise von prominenten Persönlichkeiten wie Bodybuilder Ralf Möller aus Los Angeles oder der aktuellen „Auslandsdeutschen des Jahres“ aus Budapest.

Außerhalb Deutschlands, Österreichs, Liechtensteins, Luxemburgs und der Schweiz existieren rund 2.500 Zeitungen, Zeitschriften, Internetportale, Radio- und Fernsehsendungen in deutscher Sprache. Die Wichtigsten haben sich im Netzwerk „Internationale Medienhilfe (IMH)“ vereint.

Vereine, Medien und Personen, die sich mit Aktionen am neuen Gedenktag beteiligen möchten, können sich beim zentralen Organisationskomitee unter info@medienhilfe.org melden.

Zum deutsch-amerikanischen Tag

Seit Jahrzehnten feiert man in den USA alljährlich am 6. Oktober den offiziellen „German American Day“. 1983 rief der damalige Präsident Ronald Reagan den Gedenktag aus, um damit an die Ankunft der Gründer von Germantown in Pennsylvania am 6. Oktober 1683 und die ersten bedeutenden Siedlungsaktivitäten von deutschen Familien in Nordamerika zu erinnern. Nach rund 350 Jahren sind die Deutschstämmigen mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe der Vereinigten Staaten. Im Rahmen der letzten US-Volkszählungen haben jedes Mal rund 50 Millionen Einwohner angegeben, deutsche Vorfahren zu haben. Damit führen sie die Rangliste der wichtigsten ethnischen Gruppen deutlich vor den irisch-, mexikanisch- und englischstämmigen US-Amerikanern an. Den höchsten prozentualen Anteil deutschstämmiger Einwohner haben die Bundesstaaten Wisconsin, Nord-Dakota und Süd-Dakota. Nach den USA leben die meisten Auslandsdeutschen in Brasilien, Kanada, Argentinien, Frankreich und Australien.

1 Kommentar

  1. Eine sehr gute Zusammenfassung was das Wirken der Deutschen im Ausland
    Ich möchte mich gerne an dem internationalen Gedenktag beteiligen, da meine Eltern auch Auslandsdeutsche waren, die nach Chile ausgewandert sind und Großes in dem Land geschaffen haben.

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