Mey, Martenstein oder Papst Leo: Wer wird „Sprachwahrer des Jahres“?

Erlangen, 20. Februar 2026 – Erringt nach zwanzig Jahren wieder ein Papst den Sprachwahrer-Titel? Papst Leo XIV. könnte Papst Benedikt XVI. folgen, der bereits 2005 zum „Sprachwahrer des Jahres“ gewählt wurde. Das teilte zum Welttag der Muttersprache am 21. Februar die DEUTSCHE SPRACHWELT mit. Die Sprachzeitung ruft wieder zur Wahl der „Sprachwahrer“ auf. Die Abstimmung endet am 31. März 2026 (Stimmabgabe und Begründungen auf https://deutsche-sprachwelt.de/aktionen/sprachwahrer/).

Das Oberhaupt der katholischen Kirche lernt Deutsch. Netznutzer fanden heraus, daß Robert Prevost zu nächtlicher Stunde ein Lernprogramm für die deutsche Sprache benutzt. Darüber hinaus setzte sich Papst Leo XIV. in seiner Neujahrsansprache vor Diplomaten gegen die Verengung der Redefreiheit ein. Er beklagt, daß besonders „im Westen der Raum für echte Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird, während sich eine neue Sprache mit Orwellschem Beigeschmack entwickelt.“

Neben Papst Leo sind als „Sprachwahrer des Jahres“ der Liedermacher Reinhard Mey, der scharfzüngige Kolumnist Harald Martenstein, der Medienwissenschaftler Norbert Bolz, die schlesische Publizistin Natalia Klimaschka, das Land Steiermark und der Medienkritiker Peter Littger nominiert.

Mey feierte 2025 mit seinem Lied „In meinem Garten“ von 1970 einen unerwarteten Erfolg. Grund dafür war eine Netflix-Dokumentation über den Rapper „Haftbefehl“, der darin das Lied sang. Es landete daraufhin auf Platz 15 der „Deutschen Singlecharts“. Martenstein wechselt als Kolumnist nach 24 Jahren vom ZEIT-Magazin zur Bild-Zeitung als Nachfolger des verstorbenen Franz Josef Wagner. Klimaschka wurde als Bewerberin für die „Auslandsdeutsche des Jahres“ von nationalistischen Polen als „deutscher Müll“ beleidigt. Sie setzt sich trotzdem weiter für deutsche Sprache ein.

Abstimmungsformular mit Begründungen:
https://deutsche-sprachwelt.de/aktionen/sprachwahrer/


Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik. Sie ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT tritt für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache und für ein neues Sprachbewußtsein ein. Die Druckausgabe erscheint vierteljährlich.

Schriftleitung:
Postfach 1449
D-91004 Erlangen
Telefon +49-(0)9131-480661
Telefax +49-(0)9131-480662
www.deutsche-sprachwelt.de
schriftleitung@deutsche-sprachwelt.de

Probeexemplare der Sprachzeitung:
bestellung@deutsche-sprachwelt.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*